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German Open 2010
Hallo ihr treuen Fans.
Eine fantastische Turnierwoche bei den German Open liegt hinter mir.
Nach einigen viel versprechenden Auftritten in 2010, wie der Titelverteidigung meines Deutschen Meistertitels, den Gewinn der Bronzemedaille bei der Team-EM in Warschau, warteten in der Woche vom 02.-07.03.2010 die German Open
vor heimischen Publikum in Mülheim auf mich. Ich ging durchaus optimistisch in das Turnier, fühlte ich mich mental bestens vorbereitet und körperlich gesund. Schon an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine Mentaltrainerin, die mich im Vorfeld wie auch während des Turniers optimal eingestellt und begleitet hat. Klasse. In Runde eins habe ich mich erneut mit Rachel van Cutsen aus den Niederlanden messen dürfen. Noch bei dem Norwegian Open Finale im November 2009 standen wir uns gegenüber. Für mich war es in erster Linie wichtig einen guten Start ins Turnier zu finden. Mein Rhythmus, meine Präsenz und Beinarbeit waren von Beginn an zuverlässig und ich konnte recht deutlich mit 21:11 und 21:15 siegen. Die erste Hürde war genommen und somit ging es mit Runde zwei am Donnerstag weiter. Hier habe ich es erstmalig in meiner Karriere mit der Malayen Lydia Li Cheah zu tun bekommen. Die sehr groß gewachsene, technisch sehr gut spielende und auch auf eine solide Abwehr bauende Spielerin aus Malaysia, galt es zu schlagen. Im 1.Satz war es durchweg ausgeglichen und ich hatte aber das glücklichere Ende mit 22:20 für mich. Ich hatte Vertrauen in meine physischen Stärken und konnte im 2.Satz auch noch mal das Spieltempo verschärfen. Jetzt in vollem Fluss gab es kein Halten mehr und ich fuhr diesen Satz mit 21:9 souverän nach Hause. Es ist schon eine ganz besondere Situation, wenn man bedenkt, dass ich von der Spielstätte, der RWE-Halle, nur wenige Meter entfernt täglich trainiere und weitere wenige Minuten entfernt meine Wohnung liegt. Ich habe diesen Luxus auf einem Grand Prix Turnier zuhause zu wohnen, sehr genossen und fühlte mich super wohl. Im Viertelfinale stand eine weitere neue Herausforderung mit Megumi Taruno aus Japan auf dem Programm. Eine Linkshänderin, die ebenfalls die typischen Merkmale einer Top-Japanerin aufzeigt: läuferisch sehr stark, technische Möglichkeiten und viel Power am Schläger. Es waren schon etliche Zuschauer in der RWE Halle zu Gast und somit erfuhr ich allerhand Unterstützung. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl das Spiel aus der Hand zu geben und ich ging mit 21:18 und 21:15 als Siegerin vom Feld. Spielerisch recht ansprechend, aber viel Freude konnte man meinem Gesicht nicht entnehmen. Dankenswerterweise habe ich einen hervorragenden Spiegel bekommen, denn ich habe schnell verstanden, dass die Ausstrahlung und Präsenz im Halbfinale besser werden muss, sonst ist hier möglicherweise Endstation. Der erste dicke Brocken steht an. Nummer eins der Setzliste, Wang Lin, trifft auch die an Nummer drei geführte, Juliane Schenk. Eine Herausforderung einer der besten Spielerinnen der Welt auf heimischen Boden: besser geht es wohl kaum. Ich freute mich auf das Match und schon beim Einmarsch in die Arena gab es Gänsehautfeeling – die Halle kochte und ich spürte, dass die Zuschauer hinter mir stehen. Schon im ersten Satz waren wir beide auf Augenhöhe, aber es gab eine knappe Niederlage. Wer weiß wofür es gut war, denn spätestens nach einem weiteren guten Satz, wo ich den Spieß umdrehen konnte, tobten die Zuschauer und glaubten wahrscheinlich genauso an einen Sieg, wie ich. Weiterhin aggressiv, offensiv und mit hoher Bereitschaft übernahm ich die Initiative und wurde Punkt für Punkt belohnt. Solide, mit viel Freude und voller mentaler Power habe ich den Sieg mit 21:16 erspielt. Es folgte eine für mich noch nie erlebte wahnsinnige Atmosphäre auf den Zuschauerrängen – es wurde gefeiert und applaudiert. Ich denke an diesem Tag sind wir alle glücklich und völlig infiziert nach Hause gegangen. Das diese Emotionen und zauberhafte Stimmung kaum noch zu toppen war, machte der Finaltag deutlich. Den Turniersieg in Angriff genommen, fehlten an diesem Tag leider ein paar Prozent, wie auch gefühlt ein bisschen Feuer in der Halle. Aber dennoch habe ich auch hier gegen die zweite Chinesin, Wang Xin, eine gute Leistung gezeigt und knapp mit 17:21 und 18:21 die erste und einzige Niederlage bei den diesjährigen German Open einstecken müssen. Ich bin total glücklich mit dem Turnierverlauf und bin dankbar für alle erlebten Emotionen sowie Erlebnisse. Ihr Zuschauer wart meisterlich und ich freue mich auf ein Neues in 201. |
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