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EUROPAMEISTERSCHAFTEN - SILBERMEDAILLE
Mit der Silbermedaille im Gepaeck geht es heute auf Umwegen Richtung Heimat. Aufgrund des Chaos im Flugverkehr, werden wir die Heimreise mit der Faehre und dem PKW antreten.
Ich bin gluecklich, dass ich mich nach dem Gewinn der Bronzemedaillen 2006 und 2008 in diesem Jahr steigern konnte.
Es war mit Sicherheit keine leichte Aufgabe die Anreise nach Manchester anzutreten. Mit Setzplatz drei waren die Erwartungen schon da in jedem Fall eine Medaille zu erreichen. Doch da hatten natürlich etliche Gegner ein Wörtchen mit zu reden - umso mehr freut es mich, dass ich mich Runde für Runde steigern konnte, wenn ich auch im Finale der Dänin, Tine Rasmussen, knapp den Vortritt lassen musste. An dieser Stelle aber ein kurzer Abriss vom Beginn des Turniers. Nach einem ganz ordentlichen Turnierstart mit einem 21:10/21:15 Sieg über Spela Silvester aus der Slowakei, spielte ich in Runde zwei gegen die Schweizerin Jeaninne Cicognini. Hier war der erste Satz mit etlichen up and downs äußerst knapp – 21:19. Im anschließenden 2.Satz konnte ich aber mein Spieltempo erhöhen und erreichte mit einem deutlichen 21:9 das Viertelfinale. Gegnerin war hier die Niederländerin und aus vergangenen Matches bekannte Judith Meulendijks. An dieser Stelle muss ich sagen, dass Judith nahezu fehlerfrei spielte und eine ebenbürtige Gegnerin war, die den Sieg ebenfalls verdient gehabt hätte. In langen, intensiven drei Sätzen konnte ich mich trotz etlicher Höhen und Tiefen dank meiner mentalen Stärke immer wieder zurück ins Spiel bringen und letztlich den Entscheidungssatz mit 21:15 holen – das Halbfinale war perfekt. Noch kürzlich habe ich Hongyan Pi aus Frankreich bei den All England Open herausgefordert und konnte sie dort in drei Sätzen besiegen. Dieses Mal war die Topgesetzte jedoch schon nach zwei Sätzen besiegt. Durch eine konzentrierte und überzeugende Leistung habe ich Hongyan mit 21:14 und 21:13 geschlagen und erstmalig das Finale einer Europameisterschaft im Dameneinzel erreicht. Es hat super viel Spaß gemacht – eine perfekte Vorstellung. Schon jetzt hatte ich also mein „Soll“ erfüllt und meinen Setzplatz bestätigt. Dennoch war ich motiviert und heiß eine weitere Toppräsentation im Finale folgen zu lassen. Das Finale war ein klasse Spiel mit zwei Spielerinnen auf Augenhöhe. Leider konnte ich meine 17:12 Führung im ersten Satz nicht nutzen und musste den Durchgang mit 19:21 an Tine Rasmussen abgeben. Im zweiten Satz konnte ich mich Mitte des Satzes deutlich absetzen und erreichte mit viel Druck und Variationen ein 21:14. Ich habe stets an den Sieg geglaubt und es war auch im Entscheidungssatz ein Kopf an Kopf Rennen. Schade, dass ich in der Phase von 13:13 einige unnötige, vermeidbare Fehler machte und quasi für Tine die Tore zum Sieg weit aufgestoßen habe. Diesen Rückstand konnte ich leider nicht mehr aufholen, so dass ich denkbar knapp mit 18:21 nicht nur den Satz, das Spiel, sondern auch den Europameisterschaftstitel abgegeben habe. Dennoch, wenn ich es einer Spielerin gönne und Sie es verdient hat sich die Krone der Europameisterin aufzusetzen, dann ist es Tine Rasmussen, die definitiv eine Weltklasse-Badmintonspielerin ist und ich hoffe noch die ein oder andere Chance zu bekommen ganz oben zu stehen. |
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