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CANADA OPEN - 13.07-18.07.2010 - Silbermedaille
Die Canada Open fanden im Richmond Olympic Oval statt, wo vor noch nicht allzu langer Zeit die olympischen Eisschnelllaufwettbewerbe liefen, und waren der erste Test in Richtung WM Ende August.
Insgesamt hat mir die Woche in Vancouver wahnsinnig viel Spaß gemacht. Zum ersten Mal in Kanada bin ich begeistert von dem Land, der Stadt, den herzlichen Menschen… Ich habe mich rund um wohl gefühlt – erst herrschte eine gute Stimmung unter den Teamkollegen, das Hotel mit allem was man braucht, in der Umgebung jegliche Restaurants etc. - so dass man einfach nur gut spielen konnte ;-) Wie oben erwähnt wurde das Grand Prix Turnier im Richmond Oval ausgetragen – olympisches Flair lag hier noch in der Luft, allerdings war die Halle nicht die beste für ein Badmintonturnier – teilweise schwierige Sichtverhältnisse und Betonboden waren kleine Wehmutstropfen. Sicherlich war die Auslosung keine so leichte, aber ich freute mich auf die Herausforderungen – gleich zu Beginn des Turniers warteten mit der Japanerin, Kana Ito und der Singapuri, Fu Mingtian, starke Gegnerinnen – aber ich habe gezeigt, dass meine Form und mein Selbstvertrauen da sind, Topleistungen abzurufen. Im Viertelfinale spielte ich gegen Camilla Sörensen, die Nummer zwei Dänemarks, eine technische starke Spielerin, und konnte mich hier nach einem knappen ersten Durchgang im zweiten Satz deutlicher absetzen. Das Halbfinalticket mit einem 21:19 und 21:12 war gebucht. Hier traf ich erneut auf Judith Meulendijks aus den Niederlanden – schon in diesem ersten Halbjahr 2010 kam es bei der Europameisterschaft und den Spanish Open zu Aufeinandertreffen, die ich beide erfolgreich bestreiten konnte. Ein kurioser Spielverlauf und viel Geduld haben sich am Ende ausgezahlt. Nach tollem Spielbeginn habe ich mir durch hohes Tempo und viel Variabilität schnell eine hohe Führung erspielt. Ein 21:12 auf der Habenseite und gleich zu Beginn des zweiten Satzes druckvolles Spiel brachten mich erneut 8:3 in Führung. Doch dann machte Judith plötzlich mehr Tempo und weniger Fehler und ich erwischte eine schlechte Phase, die mich den gesamten Satz kostete. Leider konnte ich den Schalter nicht früh genug umlegen und meine Konzentration wieder finden. Aber immer noch früh genug um in den dritten Satz mit gutem Fokus zu gehen – ich war wieder im Spiel. Bis zur Hälfte des Satzes ging es hin und her – ein intensiver Schlagabtausch – und ich wurde für meine Geduld am Ende mit einem 21:12 belohnt. Das Finale war erreicht und hier traf ich auf Zhu Lin aus China. Länger nicht auf der internationalen Bühne gesehen, war ich mir sicher, dass es ein tolles Finale werden würde. Ich bin glücklich was meine Präsentation im Finale betrifft – es ging hin und her und meine chinesische Gegnerin hat auch keinen Ball aufgegeben. Leider hat es nach umkämpften Sätzen eins 19:21 und zwei 21:17 am Ende etwas deutlicher ausgesehen als ich mit 10:21 das Nachsehen hatte. Sicher wünscht man sich stets als Sieger das Turnier zu beenden, aber auch als Zweite fühle ich mich als Gewinnerin dieses Turniers – ich habe wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen und die Zuschauer, überwiegend asiatischer Abstammung, waren begeistert von unserem Dameneinzelfinale. Mein Ziel ist es nun die Spielfreude und die gezeigten Leistungen mit in die bevorstehenden U.S. Open zu nehmen. Die beiden Turniere sind ja wie oben erwähnt sozusagen Testturniere im Hinblick auf die WM im August in Paris. Nach dem sehr intensiven, aber auch hochklassigen Finale, bleibt jetzt nicht viel Zeit zum Regenerieren, denn schon heute beginnt in den USA das Hauptfeld. Um 13.45 stehe ich dann schon wieder gegen eine Japanerin auf dem Feld. Los Angeles – ich komme ;-) |
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